Muskelkater Als Muskelkater bezeichnet man einen Schmerz, der nach sportlicher Anstrengung, besonders bei hohen Belastungen oder untrainierten Muskelpartien, auftritt. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach dem Sport bemerkbar. Man ist sich noch nicht vollends über die Ursachen des Muskelkaters einig. Früher nahm man eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktate, Salz der Milchsäure) an. Diese Hypothese ist jedoch durch folgende Fakten widerlegt worden: Muskelkater tritt hauptsächlich bei ungeübten Sportlern auf, die sich überfordern. Laktat bildet jedoch sowohl der Anfänger als auch der Profi. Nach der Laktathypothese müsste ein Muskelkater besonders durch sportliche Betätigungen entstehen, bei dem sehr hohe Laktatwerte gemessen werden, wie zum Beispiel beim 400-Meter-Lauf. Die Praxis zeigt jedoch, dass er häufiger nach Krafttraining auftritt, bei dem nicht so viel Laktat gebildet wird. Laktat hat eine Halbwertszeit von etwa 20 Minuten. Ein Muskelkater tritt aber erst Stunden später auf, nachdem sich der Laktatspiegel längst normalisiert hat. Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse im Muskelgewebe auftreten. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu dem hier thematisierten Dehnungsschmerz. Dieser stellt sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen. Diese Risse entstehen beim Bremsen von Bewegungen („exzentrische Kontraktion“, zum Beispiel und insbesondere beim Bergabgehen) deutlich schneller als beim Beschleunigen (Bergaufgehen). Laut einer australischen Studie verringern Dehnungsübungen vor oder nach dem Training einen Muskelkater nur in vernachlässigbar geringem Umfang. Auch vorheriges Aufwärmen schützt nicht vor Rissen, die aus einer Überbeanspruchung von Muskelfasern herrühren. Massagen tragen nicht zur Heilung eines Muskelkaters bei, sondern verzögern diese, da sie eine zusätzliche mechanische Irritation der Muskulatur darstellen. Wärmebehandlungen, etwa durch Bäder oder Saunabesuche, können dagegen den Schmerz mildern und zu einer schnelleren Genesung der Muskelfasern beitragen, da die Durchblutung der Muskeln gesteigert wird. Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung von Muskelkater ist die biomechanische Stimulation. Mittels hochfrequenter Vibration werden Muskelkontraktionen hervorgerufen, durch die der Muskelkaterschmerz gemildert wird.   Was ist eigentlich Muskelkater ?  Wissenswertes zur Entstehung und Behandlung Wenn jemand nach der Ursache des Muskelkaters fragt, erhält man meist spontan die Antwort: "Das kommt doch von der Milchsäure!" (die besonders bei hohen körperlichen Belastungen in großer Menge produziert wird). Diese weit verbreitete Meinung beruht auf einer vor vielen Jahrzehnten aufgestellten Spekulation, die nie bewiesen wurde, ja, die, wie man heute weiß, ausgesprochen unwahrscheinlich ist. Eine völlig andere verbreitete Ansicht ist, dass der Muskelkater durch kleine Zerreißungen im Gewebe entsteht. In den letzten Jahren haben elektronenmikroskopische Untersuchungen diese Vorstellung erhärtet. Symptome des Muskelkaters  Das typische Kennzeichen des Muskelkaters ist, dass er nach einer ungewohnten oder besonders starken muskulären Anstrengung mit einer Verzögerung von einem Tag auftritt und dann bis zu einer Woche dauert. Ungewohnt ist für einen Untrainierten, wenn er nach langer Pause wieder am Sport teilnimmt oder eine neue Sportart anfängt. Für einen Leistungssportler gilt dies, wenn er eine neue Bewegung einübt (z.B. eine schwierige Turnübung) oder sich im Wettkampf viel stärker als im Training auslastet. Die vom Muskelkater betroffenen Muskeln sind dann steif, hart und eigenartig kraftlos; sie schmerzen bei Bewegungen, aber auch, wenn man auf sie drückt. Warum bekommt man nach Bergablaufen Muskelkater? Ob diese Beschwerden ursprünglich durch Milchsäure oder durch Risse verursacht sind, müsste sich eigentlich aus einer Beobachtung der zum Muskelkater führenden Bewegungen bereits erkennen lassen. Milchsäure entsteht nämlich in besonders großer Menge bei schnellen, viel Energie fordernden Bewegungen von etwa einer Minute Dauer, wie z.B. dem 400-m-Lauf, weil die Sauerstoffversorgung des Muskels hinter dem Bedarf hinterherhinkt. Risse entstehen dagegen am ehesten bei großer Kraftbelastung, die das Muskelgewebe einer zu hohen Spannung aussetzt. Gerade bei maximaler Kraftentfaltung ist die Belastung aber nur kurz - die Kontraktion dauert daher nicht lange genug, um eine Milchsäureanhäufung auszulösen. Die notwendige Energie gewinnt der Muskel bei solchen kurzen Anstrengungen aus der Spaltung sehr energiereicher Phosphorverbindungen. Die größten Kräfte entwickelt eine Muskelfaser (= Muskelzelle) nicht etwa, wenn sie sich verkürzt, sondern wenn sie durch über mächtige äußere Kräfte gedehnt wird. In diesem Augenblick wächst sie sozusagen über sich selbst hinaus. Diese sogenannte "exzentrische Kontraktion" ist gar nichts ungewöhnliches, sondern kommt beim Abbremsen von Bewegungen ständig vor. Beim Bergabgehen wird z.B. die Beschleunigung des Körpers durch die Schwerkraft ständig von Muskeln abgebremst, die der Dehnung durch aktive Kontraktion Widerstand leisten. Das gleiche geschieht beim Landen nach einem Sprung. Das Entscheidende ist nun, dass gerade solche exzentrischen Kontraktionen am häufigsten Muskelkater auslösen, während die Milchsäurebildung dabei sehr gering ist. Fast jedermann erinnert sich an Muskelkater nach Abstieg von einem Berg. Warum fängt der Muskelkater erst nach einem Tag an? Natürlich stellt sich die Frage, warum im Augenblick der Verletzung kein Schmerz verspürt wird. Der Grund ist einfach: die Schmerznervenendigungen liegen außer halb der Muskelfasern im Bindegewebe. Nur wenn auch dort Risse entstehen, fühlt man sofort Schmerz. Anderenfalls müssen erst die beschädigten Strukturen in der Zelle abgebaut werden, die Spaltprodukte können die Schmerznerven nach dem Austritt unmittelbar reizen oder mittelbar dadurch, dass sie Wasser in die Zelle ziehen. Das führt über Zellschwellungen zu Gefäßeinengung; damit verschlechtert sich die Durchblutung, was ebenfalls Schmerz verursacht. Muskelschmerz führt außerdem zu einer reflektorischen Verspannung (Muskelhärte), die die Durchblutung weiter vermindert und so in einem Teufelskreis den Schmerz verstärkt. All dies erklärt die Verzögerung bis zum Auftreten des Muskelkaters.   Schlechte Koordination ist eine Mitursache! Auch die Tatsache, dass Muskelkater nur bei ungewohnten Bewegungen auftritt, lässt sich gut erklären. In einer solchen Situation ist die intramuskuläre Koordination noch schlecht. Der Kontraktionsbeginn in verschiedenen Muskelfasern ist nicht wie nach langer Übung perfekt synchronisiert, so dass einzelnen Fasern noch besonders hohen Spannungsspitzen ausgesetzt werden. Wie entsteht Muskelkater und warum tut er weh? Die Ursache von Muskelkater sind kleine Risse in den Muskelfasern, die durch eine Überbelastung der Muskeln entstehen. Dadurch werden Muskelzellen zerstört. Beim Abbau dieser Zellen kommt es zu einer Gewebeanschwellung und zu erhöhtem Gewebedruck. Dieser Druck und die anfallenden Stoffwechselprodukte lösen den Muskelschmerz aus. Er sucht vor allem die Unsportlichen unter uns heim, oder solche die nach langer oder längerer Sportpause wieder mit Sport beginnen möchten. Mann und Frau schwingen sich schnurstracks aufs Rad, fangen nach Monaten an zu joggen, holen die verstaubten Walking Stöcke aus dem Keller - und bezahlen mit höllischem Muskelkater.   Wie bekommt man ihn wieder los? Muskelkater, auf Hochdeutsch Muskel-Katarrh, ist eine Muskelentzündung, und die heilt am besten ab, wenn man die Durchblutung fördert. Dann können die durch den Muskelkater zerstörten Muskelzellen rasch ab- und Stoffe zum Aufbau neuer Zellen antransportiert werden. Bewährte Mittel gegen Muskelkater sind: ein heißes Bad mit Rosmarin als Badezusatz ein Saunabesuch Franzbranntwein Tigerbalsam Salben und Öle, die Menthol oder Kampfer enthalten Weihrauchöl oder Weihrauchbalsam Kirschsaft statt Ausdauertraining Wer trotz Schmerz und nicht zu beschleunigendem Heilungsprozess nicht darauf verzichten möchte, mit sportlichen Höchstleistungen Eindruck zu schinden, kann sich auf Vorbeugung und Linderung des Muskelkaters konzentrieren. Zum Beispiel, indem er viel Kirschsaft trinkt. US-Wissenschaftler haben in einer Ministudie mit 14 Collegestudenten herausgefunden, dass der Konsum von Sauerkirschsaft sowohl den Verfall der Muskelleistungsfähigkeit bremst als auch das Schmerzempfinden positiv beeinflusst. Die Safttrinker hatten weniger Muskelkater als die Wassertrinker, vermutlich weil Sauerkirschen entzündungshemmend wirken. Ansonsten gibt es altbewährte Ratschläge von der Anti-Muskelkater-Forschungsfront: regelmäßig Sport treiben, die Leistungen nur allmählich steigern und die Muskulatur vor dem Sport aufwärmen. Das erhöht die Chancen, am Muskelkater vorbei zu kommen. Auch durchblutungsfördernde Hausmittelchen wie Omis Arnikaschnaps (einreiben, nicht trinken!) beugen Muskelkater vor und lindern die Beschwerden. Wenn es schon zu spät für Vorbeugung ist, müssen ein paar Tage mit Muskelkater ja gar nicht so schlimm sein. Im Gegenteil: Entspannungsbäder, Sauna und sanfte Massagen sind dann angesagt. Und ist von den Dauersportlern im Freundeskreis kein Mitleid zu erwarten, bleibt immer noch die Option, sich vom Lauftreff zu verabschieden und auf Reitsport umzusteigen. Pferde sind nämlich neben Menschen die einzigen Säugetiere, die auch Muskelkater bekommen können. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Auch wenn es am Anfang wehtut, der Muskelkater verschwindet schneller, wenn man langsam und vorsichtig die gleichen Bewegungen ausübt, die den Muskelkater ausgelöst haben. Und das ist auch die Methode, gar keinen Muskelkater zu bekommen. Wer vor dem Sport Getränke zu sich nimmt, die Magnesium und Kalium enthalten, mindert ebenso die Gefahr von Muskelkater. .
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben
Muskelkater Als Muskelkater bezeichnet man einen Schmerz, der nach sportlicher Anstrengung, besonders bei hohen Belastungen oder untrainierten Muskelpartien, auftritt. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach dem Sport bemerkbar. Man ist sich noch nicht vollends über die Ursachen des Muskelkaters einig. Früher nahm man eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktate, Salz der Milchsäure) an. Diese Hypothese ist jedoch durch folgende Fakten widerlegt worden: Muskelkater tritt hauptsächlich bei ungeübten Sportlern auf, die sich überfordern. Laktat bildet jedoch sowohl der Anfänger als auch der Profi. Nach der Laktathypothese müsste ein Muskelkater besonders durch sportliche Betätigungen entstehen, bei dem sehr hohe Laktatwerte gemessen werden, wie zum Beispiel beim 400-Meter-Lauf. Die Praxis zeigt jedoch, dass er häufiger nach Krafttraining auftritt, bei dem nicht so viel Laktat gebildet wird. Laktat hat eine Halbwertszeit von etwa 20 Minuten. Ein Muskelkater tritt aber erst Stunden später auf, nachdem sich der Laktatspiegel längst normalisiert hat. Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse im Muskelgewebe auftreten. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu dem hier thematisierten Dehnungsschmerz. Dieser stellt sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen. Diese Risse entstehen beim Bremsen von Bewegungen („exzentrische Kontraktion“, zum Beispiel und insbesondere beim Bergabgehen) deutlich schneller als beim Beschleunigen (Bergaufgehen). Laut einer australischen Studie verringern Dehnungsübungen vor oder nach dem Training einen Muskelkater nur in vernachlässigbar geringem Umfang. Auch vorheriges Aufwärmen schützt nicht vor Rissen, die aus einer Überbeanspruchung von Muskelfasern herrühren. Massagen tragen nicht zur Heilung eines Muskelkaters bei, sondern verzögern diese, da sie eine zusätzliche mechanische Irritation der Muskulatur darstellen. Wärmebehandlungen, etwa durch Bäder oder Saunabesuche, können dagegen den Schmerz mildern und zu einer schnelleren Genesung der Muskelfasern beitragen, da die Durchblutung der Muskeln gesteigert wird. Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung von Muskelkater ist die biomechanische Stimulation. Mittels hochfrequenter Vibration werden Muskelkontraktionen hervorgerufen, durch die der Muskelkaterschmerz gemildert wird.   Was ist eigentlich Muskelkater ?  Wissenswertes zur Entstehung und Behandlung Wenn jemand nach der Ursache des Muskelkaters fragt, erhält man meist spontan die Antwort: "Das kommt doch von der Milchsäure!" (die besonders bei hohen körperlichen Belastungen in großer Menge produziert wird). Diese weit verbreitete Meinung beruht auf einer vor vielen Jahrzehnten aufgestellten Spekulation, die nie bewiesen wurde, ja, die, wie man heute weiß, ausgesprochen unwahrscheinlich ist. Eine völlig andere verbreitete Ansicht ist, dass der Muskelkater durch kleine Zerreißungen im Gewebe entsteht. In den letzten Jahren haben elektronenmikroskopische Untersuchungen diese Vorstellung erhärtet. Symptome des Muskelkaters  Das typische Kennzeichen des Muskelkaters ist, dass er nach einer ungewohnten oder besonders starken muskulären Anstrengung mit einer Verzögerung von einem Tag auftritt und dann bis zu einer Woche dauert. Ungewohnt ist für einen Untrainierten, wenn er nach langer Pause wieder am Sport teilnimmt oder eine neue Sportart anfängt. Für einen Leistungssportler gilt dies, wenn er eine neue Bewegung einübt (z.B. eine schwierige Turnübung) oder sich im Wettkampf viel stärker als im Training auslastet. Die vom Muskelkater betroffenen Muskeln sind dann steif, hart und eigenartig kraftlos; sie schmerzen bei Bewegungen, aber auch, wenn man auf sie drückt. Warum bekommt man nach Bergablaufen Muskelkater? Ob diese Beschwerden ursprünglich durch Milchsäure oder durch Risse verursacht sind, müsste sich eigentlich aus einer Beobachtung der zum Muskelkater führenden Bewegungen bereits erkennen lassen. Milchsäure entsteht nämlich in besonders großer Menge bei schnellen, viel Energie fordernden Bewegungen von etwa einer Minute Dauer, wie z.B. dem 400-m-Lauf, weil die Sauerstoffversorgung des Muskels hinter dem Bedarf hinterherhinkt. Risse entstehen dagegen am ehesten bei großer Kraftbelastung, die das Muskelgewebe einer zu hohen Spannung aussetzt. Gerade bei maximaler Kraftentfaltung ist die Belastung aber nur kurz - die Kontraktion dauert daher nicht lange genug, um eine Milchsäureanhäufung auszulösen. Die notwendige Energie gewinnt der Muskel bei solchen kurzen Anstrengungen aus der Spaltung sehr energiereicher Phosphorverbindungen. Die größten Kräfte entwickelt eine Muskelfaser (= Muskelzelle) nicht etwa, wenn sie sich verkürzt, sondern wenn sie durch über mächtige äußere Kräfte gedehnt wird. In diesem Augenblick wächst sie sozusagen über sich selbst hinaus. Diese sogenannte "exzentrische Kontraktion" ist gar nichts ungewöhnliches, sondern kommt beim Abbremsen von Bewegungen ständig vor. Beim Bergabgehen wird z.B. die Beschleunigung des Körpers durch die Schwerkraft ständig von Muskeln abgebremst, die der Dehnung durch aktive Kontraktion Widerstand leisten. Das gleiche geschieht beim Landen nach einem Sprung. Das Entscheidende ist nun, dass gerade solche exzentrischen Kontraktionen am häufigsten Muskelkater auslösen, während die Milchsäurebildung dabei sehr gering ist. Fast jedermann erinnert sich an Muskelkater nach Abstieg von einem Berg. Warum fängt der Muskelkater erst nach einem Tag an? Natürlich stellt sich die Frage, warum im Augenblick der Verletzung kein Schmerz verspürt wird. Der Grund ist einfach: die Schmerznervenendigungen liegen außer halb der Muskelfasern im Bindegewebe. Nur wenn auch dort Risse entstehen, fühlt man sofort Schmerz. Anderenfalls müssen erst die beschädigten Strukturen in der Zelle abgebaut werden, die Spaltprodukte können die Schmerznerven nach dem Austritt unmittelbar reizen oder mittelbar dadurch, dass sie Wasser in die Zelle ziehen. Das führt über Zellschwellungen zu Gefäßeinengung; damit verschlechtert sich die Durchblutung, was ebenfalls Schmerz verursacht. Muskelschmerz führt außerdem zu einer reflektorischen Verspannung (Muskelhärte), die die Durchblutung weiter vermindert und so in einem Teufelskreis den Schmerz verstärkt. All dies erklärt die Verzögerung bis zum Auftreten des Muskelkaters.   Schlechte Koordination ist eine Mitursache! Auch die Tatsache, dass Muskelkater nur bei ungewohnten Bewegungen auftritt, lässt sich gut erklären. In einer solchen Situation ist die intramuskuläre Koordination noch schlecht. Der Kontraktionsbeginn in verschiedenen Muskelfasern ist nicht wie nach langer Übung perfekt synchronisiert, so dass einzelnen Fasern noch besonders hohen Spannungsspitzen ausgesetzt werden. Wie entsteht Muskelkater und warum tut er weh? Die Ursache von Muskelkater sind kleine Risse in den Muskelfasern, die durch eine Überbelastung der Muskeln entstehen. Dadurch werden Muskelzellen zerstört. Beim Abbau dieser Zellen kommt es zu einer Gewebeanschwellung und zu erhöhtem Gewebedruck. Dieser Druck und die anfallenden Stoffwechselprodukte lösen den Muskelschmerz aus. Er sucht vor allem die Unsportlichen unter uns heim, oder solche die nach langer oder längerer Sportpause wieder mit Sport beginnen möchten. Mann und Frau schwingen sich schnurstracks aufs Rad, fangen nach Monaten an zu joggen, holen die verstaubten Walking Stöcke aus dem Keller - und bezahlen mit höllischem Muskelkater.   Wie bekommt man ihn wieder los? Muskelkater, auf Hochdeutsch Muskel-Katarrh, ist eine Muskelentzündung, und die heilt am besten ab, wenn man die Durchblutung fördert. Dann können die durch den Muskelkater zerstörten Muskelzellen rasch ab- und Stoffe zum Aufbau neuer Zellen antransportiert werden. Bewährte Mittel gegen Muskelkater sind: ein heißes Bad mit Rosmarin als Badezusatz ein Saunabesuch Franzbranntwein Tigerbalsam Salben und Öle, die Menthol oder Kampfer enthalten Weihrauchöl oder Weihrauchbalsam Kirschsaft statt Ausdauertraining Wer trotz Schmerz und nicht zu beschleunigendem Heilungsprozess nicht darauf verzichten möchte, mit sportlichen Höchstleistungen Eindruck zu schinden, kann sich auf Vorbeugung und Linderung des Muskelkaters konzentrieren. Zum Beispiel, indem er viel Kirschsaft trinkt. US-Wissenschaftler haben in einer Ministudie mit 14 Collegestudenten herausgefunden, dass der Konsum von Sauerkirschsaft sowohl den Verfall der Muskelleistungsfähigkeit bremst als auch das Schmerzempfinden positiv beeinflusst. Die Safttrinker hatten weniger Muskelkater als die Wassertrinker, vermutlich weil Sauerkirschen entzündungshemmend wirken. Ansonsten gibt es altbewährte Ratschläge von der Anti-Muskelkater- Forschungsfront: regelmäßig Sport treiben, die Leistungen nur allmählich steigern und die Muskulatur vor dem Sport aufwärmen. Das erhöht die Chancen, am Muskelkater vorbei zu kommen. Auch durchblutungsfördernde Hausmittelchen wie Omis Arnikaschnaps (einreiben, nicht trinken!) beugen Muskelkater vor und lindern die Beschwerden. Wenn es schon zu spät für Vorbeugung ist, müssen ein paar Tage mit Muskelkater ja gar nicht so schlimm sein. Im Gegenteil: Entspannungsbäder, Sauna und sanfte Massagen sind dann angesagt. Und ist von den Dauersportlern im Freundeskreis kein Mitleid zu erwarten, bleibt immer noch die Option, sich vom Lauftreff zu verabschieden und auf Reitsport umzusteigen. Pferde sind nämlich neben Menschen die einzigen Säugetiere, die auch Muskelkater bekommen können. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Auch wenn es am Anfang wehtut, der Muskelkater verschwindet schneller, wenn man langsam und vorsichtig die gleichen Bewegungen ausübt, die den Muskelkater ausgelöst haben. Und das ist auch die Methode, gar keinen Muskelkater zu bekommen. Wer vor dem Sport Getränke zu sich nimmt, die Magnesium und Kalium enthalten, mindert ebenso die Gefahr von Muskelkater.
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben
Menü Menü
Muskelkater Als Muskelkater bezeichnet man einen Schmerz, der nach sportlicher Anstrengung, besonders bei hohen Belastungen oder untrainierten Muskelpartien, auftritt. Meistens macht sich dieser erst Stunden nach dem Sport bemerkbar. Man ist sich noch nicht vollends über die Ursachen des Muskelkaters einig. Früher nahm man eine Übersäuerung des Muskels durch Milchsäure (Laktate, Salz der Milchsäure) an. Diese Hypothese ist jedoch durch folgende Fakten widerlegt worden: Muskelkater tritt hauptsächlich bei ungeübten Sportlern auf, die sich überfordern. Laktat bildet jedoch sowohl der Anfänger als auch der Profi. Nach der Laktathypothese müsste ein Muskelkater besonders durch sportliche Betätigungen entstehen, bei dem sehr hohe Laktatwerte gemessen werden, wie zum Beispiel beim 400-Meter-Lauf. Die Praxis zeigt jedoch, dass er häufiger nach Krafttraining auftritt, bei dem nicht so viel Laktat gebildet wird. Laktat hat eine Halbwertszeit von etwa 20 Minuten. Ein Muskelkater tritt aber erst Stunden später auf, nachdem sich der Laktatspiegel längst normalisiert hat. Heute nimmt man an, dass – wie Beobachtungen zeigen – durch Überlastung kleine Risse im Muskelgewebe auftreten. Die Entzündungen, die durch die Risse entstehen, führen durch Eindringen von Wasser zum Anschwellen des Muskels; dies führt zu dem hier thematisierten Dehnungsschmerz. Dieser stellt sich jedoch erst nach etwa 12 bis 24 Stunden ein, wenn die bei den Mikrorissen entstandenen Abfallprodukte aus dem Muskel befördert werden und dort mit den Nervenzellen in Kontakt kommen. Diese Risse entstehen beim Bremsen von Bewegungen („exzentrische Kontraktion“, zum Beispiel und insbesondere beim Bergabgehen) deutlich schneller als beim Beschleunigen (Bergaufgehen). Laut einer australischen Studie verringern Dehnungsübungen vor oder nach dem Training einen Muskelkater nur in vernachlässigbar geringem Umfang. Auch vorheriges Aufwärmen schützt nicht vor Rissen, die aus einer Überbeanspruchung von Muskelfasern herrühren. Massagen tragen nicht zur Heilung eines Muskelkaters bei, sondern verzögern diese, da sie eine zusätzliche mechanische Irritation der Muskulatur darstellen. Wärmebehandlungen, etwa durch Bäder oder Saunabesuche, können dagegen den Schmerz mildern und zu einer schnelleren Genesung der Muskelfasern beitragen, da die Durchblutung der Muskeln gesteigert wird. Eine weitere Möglichkeit der Bekämpfung von Muskelkater ist die biomechanische Stimulation. Mittels hochfrequenter Vibration werden Muskelkontraktionen hervorgerufen, durch die der Muskelkaterschmerz gemildert wird.   Was ist eigentlich Muskelkater ?  Wissenswertes zur Entstehung und Behandlung Wenn jemand nach der Ursache des Muskelkaters fragt, erhält man meist spontan die Antwort: "Das kommt doch von der Milchsäure!" (die besonders bei hohen körperlichen Belastungen in großer Menge produziert wird). Diese weit verbreitete Meinung beruht auf einer vor vielen Jahrzehnten aufgestellten Spekulation, die nie bewiesen wurde, ja, die, wie man heute weiß, ausgesprochen unwahrscheinlich ist. Eine völlig andere verbreitete Ansicht ist, dass der Muskelkater durch kleine Zerreißungen im Gewebe entsteht. In den letzten Jahren haben elektronenmikroskopische Untersuchungen diese Vorstellung erhärtet. Symptome des Muskelkaters  Das typische Kennzeichen des Muskelkaters ist, dass er nach einer ungewohnten oder besonders starken muskulären Anstrengung mit einer Verzögerung von einem Tag auftritt und dann bis zu einer Woche dauert. Ungewohnt ist für einen Untrainierten, wenn er nach langer Pause wieder am Sport teilnimmt oder eine neue Sportart anfängt. Für einen Leistungssportler gilt dies, wenn er eine neue Bewegung einübt (z.B. eine schwierige Turnübung) oder sich im Wettkampf viel stärker als im Training auslastet. Die vom Muskelkater betroffenen Muskeln sind dann steif, hart und eigenartig kraftlos; sie schmerzen bei Bewegungen, aber auch, wenn man auf sie drückt. Warum bekommt man nach Bergablaufen Muskelkater? Ob diese Beschwerden ursprünglich durch Milchsäure oder durch Risse verursacht sind, müsste sich eigentlich aus einer Beobachtung der zum Muskelkater führenden Bewegungen bereits erkennen lassen. Milchsäure entsteht nämlich in besonders großer Menge bei schnellen, viel Energie fordernden Bewegungen von etwa einer Minute Dauer, wie z.B. dem 400-m-Lauf, weil die Sauerstoffversorgung des Muskels hinter dem Bedarf hinterherhinkt. Risse entstehen dagegen am ehesten bei großer Kraftbelastung, die das Muskelgewebe einer zu hohen Spannung aussetzt. Gerade bei maximaler Kraftentfaltung ist die Belastung aber nur kurz - die Kontraktion dauert daher nicht lange genug, um eine Milchsäureanhäufung auszulösen. Die notwendige Energie gewinnt der Muskel bei solchen kurzen Anstrengungen aus der Spaltung sehr energiereicher Phosphorverbindungen. Die größten Kräfte entwickelt eine Muskelfaser (= Muskelzelle) nicht etwa, wenn sie sich verkürzt, sondern wenn sie durch über mächtige äußere Kräfte gedehnt wird. In diesem Augenblick wächst sie sozusagen über sich selbst hinaus. Diese sogenannte "exzentrische Kontraktion" ist gar nichts ungewöhnliches, sondern kommt beim Abbremsen von Bewegungen ständig vor. Beim Bergabgehen wird z.B. die Beschleunigung des Körpers durch die Schwerkraft ständig von Muskeln abgebremst, die der Dehnung durch aktive Kontraktion Widerstand leisten. Das gleiche geschieht beim Landen nach einem Sprung. Das Entscheidende ist nun, dass gerade solche exzentrischen Kontraktionen am häufigsten Muskelkater auslösen, während die Milchsäurebildung dabei sehr gering ist. Fast jedermann erinnert sich an Muskelkater nach Abstieg von einem Berg. Warum fängt der Muskelkater erst nach einem Tag an? Natürlich stellt sich die Frage, warum im Augenblick der Verletzung kein Schmerz verspürt wird. Der Grund ist einfach: die Schmerznervenendigungen liegen außer halb der Muskelfasern im Bindegewebe. Nur wenn auch dort Risse entstehen, fühlt man sofort Schmerz. Anderenfalls müssen erst die beschädigten Strukturen in der Zelle abgebaut werden, die Spaltprodukte können die Schmerznerven nach dem Austritt unmittelbar reizen oder mittelbar dadurch, dass sie Wasser in die Zelle ziehen. Das führt über Zellschwellungen zu Gefäßeinengung; damit verschlechtert sich die Durchblutung, was ebenfalls Schmerz verursacht. Muskelschmerz führt außerdem zu einer reflektorischen Verspannung (Muskelhärte), die die Durchblutung weiter vermindert und so in einem Teufelskreis den Schmerz verstärkt. All dies erklärt die Verzögerung bis zum Auftreten des Muskelkaters.   Schlechte Koordination ist eine Mitursache! Auch die Tatsache, dass Muskelkater nur bei ungewohnten Bewegungen auftritt, lässt sich gut erklären. In einer solchen Situation ist die intramuskuläre Koordination noch schlecht. Der Kontraktionsbeginn in verschiedenen Muskelfasern ist nicht wie nach langer Übung perfekt synchronisiert, so dass einzelnen Fasern noch besonders hohen Spannungsspitzen ausgesetzt werden. Wie entsteht Muskelkater und warum tut er weh? Die Ursache von Muskelkater sind kleine Risse in den Muskelfasern, die durch eine Überbelastung der Muskeln entstehen. Dadurch werden Muskelzellen zerstört. Beim Abbau dieser Zellen kommt es zu einer Gewebeanschwellung und zu erhöhtem Gewebedruck. Dieser Druck und die anfallenden Stoffwechselprodukte lösen den Muskelschmerz aus. Er sucht vor allem die Unsportlichen unter uns heim, oder solche die nach langer oder längerer Sportpause wieder mit Sport beginnen möchten. Mann und Frau schwingen sich schnurstracks aufs Rad, fangen nach Monaten an zu joggen, holen die verstaubten Walking Stöcke aus dem Keller - und bezahlen mit höllischem Muskelkater.   Wie bekommt man ihn wieder los? Muskelkater, auf Hochdeutsch Muskel-Katarrh, ist eine Muskelentzündung, und die heilt am besten ab, wenn man die Durchblutung fördert. Dann können die durch den Muskelkater zerstörten Muskelzellen rasch ab- und Stoffe zum Aufbau neuer Zellen antransportiert werden. Bewährte Mittel gegen Muskelkater sind: ein heißes Bad mit Rosmarin als Badezusatz ein Saunabesuch Franzbranntwein Tigerbalsam Salben und Öle, die Menthol oder Kampfer enthalten Weihrauchöl oder Weihrauchbalsam Kirschsaft statt Ausdauertraining Wer trotz Schmerz und nicht zu beschleunigendem Heilungsprozess nicht darauf verzichten möchte, mit sportlichen Höchstleistungen Eindruck zu schinden, kann sich auf Vorbeugung und Linderung des Muskelkaters konzentrieren. Zum Beispiel, indem er viel Kirschsaft trinkt. US- Wissenschaftler haben in einer Ministudie mit 14 Collegestudenten herausgefunden, dass der Konsum von Sauerkirschsaft sowohl den Verfall der Muskelleistungsfähigkeit bremst als auch das Schmerzempfinden positiv beeinflusst. Die Safttrinker hatten weniger Muskelkater als die Wassertrinker, vermutlich weil Sauerkirschen entzündungshemmend wirken. Ansonsten gibt es altbewährte Ratschläge von der Anti-Muskelkater-Forschungsfront: regelmäßig Sport treiben, die Leistungen nur allmählich steigern und die Muskulatur vor dem Sport aufwärmen. Das erhöht die Chancen, am Muskelkater vorbei zu kommen. Auch durchblutungsfördernde Hausmittelchen wie Omis Arnikaschnaps (einreiben, nicht trinken!) beugen Muskelkater vor und lindern die Beschwerden. Wenn es schon zu spät für Vorbeugung ist, müssen ein paar Tage mit Muskelkater ja gar nicht so schlimm sein. Im Gegenteil: Entspannungsbäder, Sauna und sanfte Massagen sind dann angesagt. Und ist von den Dauersportlern im Freundeskreis kein Mitleid zu erwarten, bleibt immer noch die Option, sich vom Lauftreff zu verabschieden und auf Reitsport umzusteigen. Pferde sind nämlich neben Menschen die einzigen Säugetiere, die auch Muskelkater bekommen können. Geteiltes Leid ist bekanntlich halbes Leid. Auch wenn es am Anfang wehtut, der Muskelkater verschwindet schneller, wenn man langsam und vorsichtig die gleichen Bewegungen ausübt, die den Muskelkater ausgelöst haben. Und das ist auch die Methode, gar keinen Muskelkater zu bekommen. Wer vor dem Sport Getränke zu sich nimmt, die Magnesium und Kalium enthalten, mindert ebenso die Gefahr von Muskelkater.
Danke das Sie die Seite www.laufpirat.de besucht haben